Der Victoriasee bedeckt eine Fläche von knapp 70.000 km². Er ist 300 bis 400 km breit. Seine maximale Tiefe beträgt nur gut 90 Meter und ist im Vergleich zum Tanganjika- und Malawisee sehr flach. Die Sichtverhältnisse sind im Victoriasee recht ungünstig, da er sehr reich an Nährstoffen ist. Nur fern vom Ufer kann unter extrem guten Bedingungen einmal eine Sichtweite von 8 Metern erreicht werden.
Buntbarsche aus dem Victoriasee werden nur selten für die Aquaristik eingeführt und wurden bislang nur von ausgesprochenen Liebhabern gepflegt, die sich darauf spezialisiert haben, seltene Arten zu studieren. Keiner Spezies ist es gelungen, wirklich populär zu werden und eine größere Verbreitung zu finden.
Der See ist Trinkwasserspeicher und Fischlieferant. Aufgrund der starken Ausbeutung ist der Fischbestand jedoch akut bedroht. Für uns Europäer ist es nicht ratsam, in Ufernähe ins Wasser zu gehen, da die Gefahr besteht, mit Würmern, die Bilharziose übertragen, in Berührung zu kommen. Außerdem ist die Wasseroberfläche eine ideale Brutstätte für Eintagsfliegen und Moskitos.
Die Inseln in Ufernähe sind bewohnt. Die Menschen dort ernähren sich fast ausschließlich vom Fischfang und von Viehzucht. Zwischen dem Festland und den Inseln verkehren regelmäßig traditionelle Boote, die erstaunlich viele Lasten transportieren können und mittlerweile durch einen Außenbordmotor angetrieben werden.
Die angrenzenden Staaten Victoriasees sind Uganda, Kenia und Tansania. Aus dem See sind schätzungsweise weit über 200 Arten bekannt aber bislang nur die Hälfte beschrieben worden.

Die Wasserwerte des Victoriasees:

pH-Wert: 7,1 - 9,0
Leitfähigkeit bei 20°C: 90 - 145 Mikrosiemens/cm
Oberflächentemperatur: 24° Celsius
Sichtweite: 1-8 m