Säure- und Laugenkrankheit

Wie der Name schon sagt .... Die Säure- und Laugenkrankheit beruht auf Schwankungen des pH-Wertes (= Wasserstoffionenkonzentration). Jede Fischart hat einen für sie zutreffenden pH-Bereich. Doch ist die Empfindlichkeit der einzelnen Fischarten innerhalb dieser Werte unterschiedlich. So ertragen manche Fischarten größere Schwankungen, andere dagegen können nur innerhalb kleinerer Schwankungen leben. Die optimalen Werte liegen für manche Fische im sauren Bereich (pH 5-6), für andere wiederum im alkalischen (pH 7-8,5). Eine Ausnahme machen unsere Cichliden aus dem Malawisee, von denen sich manche erst bei pH 8,5-9,2 richtig wohlfühlen. Für die allermeisten Fische ist ein Absinken des pH-Wertes unter 5,5 mit der Zerstörung der Haut verbunden (Säurekrankheit), und ein Ansteigen des pH-Wertes über 9 führt zu Verätzungen der Haut und der Kiemen (Laugenkrankheit). Sowohl ein zu niedriger als auch ein zu hoher pH-Wert bedingen den Tod der Fische. Besonders gefährlich sind zu niedrige pH-Werte im Zusammenhang mit weichem Wasser.

Symptome:
Die erkrankten Fische zeigen übermäßige Schleimbildung, Hautentzündungen, Verätzungen und Blutungen der Kiemen. Die Fische fallen weiterhin durch schießende Bewegungen auf. Oft versuchen sie durch Springen das Wasser zu verlassen. Ein weiteres Symptom ist Luftschnappen an der Wasseroberfläche und eine erhöhte Atemfrequenz.

Therapie:
Regelmäßige Kontrolle des pH-Wertes (1 -2 mal pro Woche) mit den handelsüblichen Indikatoren (Stäbchen, Papier) sind die beste Vorbeugung gegen die Säure- und Laugenkrankheit. Man sollte darauf achten, dass der pH-Bereich im Aquarium nie unter 5,5 und nie über 8,5 hinausgeht. Bei akuter Säure- oder Laugenkrankheit hilft am schnellsten sofortiger Wasserwechsel oder Umsetzen der Fische in neutrales Wasser. Um einer Alkalisierung des Wassers entgegenzuwirken, müssen zu starker Pflanzenwuchs und langandauernde, intensive Sonneneinstrahlung vermieden werden.