Samtkrankheit

Der Erreger dieser Krankheit ist Oodinium pillularis, ein Panzergeißeltierchen mit einer birnenförmigen Gestalt. Seine Körperlänge beträgt 30-140 Mikrometern, er verankert sich mit wurzelartigen Protoplasmaausläufern in der Haut. Befallene Tiere weisen auf dem Körper einen samtigen, grau-bläulichen Überzug auf und scheuern sich unentwegt; im Extremfall können sich ganze Hautstreifen abschälen und Entzündungen der Unterhaut und der Kiemen auftreten. Die Krankheit ist sehr ansteckend; sie führt zu starken Schäden der Haut und der Kiemen und kann im Tod durch Ersticken resultieren.

Symptome:
Samtiger, grau-bläulichen Überzug auf der Haut; unentwegtes scheuern; Haut entzündet

Therapie:
Zur Behandlung empfiehlt sich ein langes Bad mit Tripaflavin(1 g / 100 Liter) oder Methylenblau in einer Dosis von 6-8 Tropfen einer 1 %igen Lösung pro 4 Liter Wasser, in der man die Fische 5 Tage lang lässt. Falls man die Behandlung wiederholen will, sollte man den Fischen 3 Tage Ruhe gönnen, ehe man ein neues Bad ansetzt, und diese Zeit zu einem Wasserwechsel im Aquarium nützen.