Quarantäne, ein Begriff, den mit Sicherheit schon jeder von uns gehört hat. Ist es überhaupt sinnvoll, mit Quarantäne zu arbeiten? Lest mal den Bericht, dann sehen wir weiter..... Eine wichtige Vorbeugung gegen Krankheiten ist eine Quarantäne-Haltung. Fische, die neu in ein Aquarium einzusetzen sind, sollten vorher eine Quarantänezeit von zwei bis vier Wochen durchlaufen haben. Quarantäne bedeutet aber nicht, dass diese Tiere mit Medikamenten vollgestopft werden, sondern die Fische werden isoliert um Krankheiten zu erkennen. Vorbeugend kann man z.B. bei Cichliden eine Salzanwendung empfehlen (ca. 1 EL auf 50 Liter bzw. je nach Herkunft de Fische auch mehr). Ein Quarantäne-Aquarium benötigt nur solche Dimensionen, dass sich das Tier darin gut bewegen kann. Einige Steine oder ein Blumentopf als Unterschlupf reichen aus, keinen Bodengrund, denn im Bodengrund können sich Krankheitserreger vermehren, und zum anderen können wir jederzeit den Kot der Fische auf sein Erscheinungsbild begutachten.
Eine Regelheizung und ein guter Filter zur Reinigung des Wassers ist natürlich erforderlich. Auch das Quarantäne-Aquarium ist unbedingt mit einer Abdeckung zu versehen, da die Fische oft versuchen herauszuspringen.
Das Quarantäne-Aquarium wird am besten an einen ruhigen Ort in der Wohnung aufgestellt, damit die Tiere ihre Ruhe finden. Haben sich nach einigen Wochen der Quarantäne keine Anzeichen einer Krankheit gezeigt, kann man davon ausgehen, dass diese Fische die anderen Fische nicht anstecken werden.
Die so in Quarantäne gehaltenen Fische können jetzt in das vorhandene Schauaquarium umgesetzt werden. Auch neue Pflanzen und Steine dürfen nicht achtlos in ein bereits bestehendes Aquarium eingebracht werden. Auch sie können Überträger von Bakterien und Parasiten sein.
Eine gute Methode der vorbeugenden Behandlung, welches sich über Jahre bewährt hat, ist der Einsatz von Kaliumpermanganat. Für sechs Stunden werden die Dekorationsgegenstände in einer Kaliumpermanganat-Lösung eingeweicht. Am besten lasst Ihr Euch von Eurem Apotheker kleine Portionen mit 4 Gramm Kaliumpermanganat abwiegen, denn soviel benötigen wir für 10 Liter Wasser als starke Desinfektionslösung. Zum Schutz der Hände und Haut sind Handschuhe zu tragen, da die Kaliumpermanganat-Lösung eine Braun- bzw. Lilafärbung hervorruft, welche nur schwer wieder abzuwaschen ist.
Die so behandelten Pflanzen und Einrichtungsgegenstände werden mit klarem Wasser abgespült und können jetzt bedenkenlos in das Aquarium gebracht werden, da die Lösung hat alle Bakterien und Parasiten abgetötet. Die verbliebene Lösung kann nach der Benutzung bedenkenlos in den Abfluss gegossen werden, denn sie baut sich biologisch völlig ab. Es ist auch möglich, die Lösung in den Garten zu gießen, denn die Bestandteile dieser Lösung dienen Pflanzen als Dünger. Die oben beschriebene Kaliumpermanganat-Lösung ist nicht dazu gedacht um sie direkt in das Aquarium zu geben. Sie ist ausschließlich für Pflanzen und Dekorationsmaterial außerhalb des Aquariums bestimmt.