Der Malawisee, mit einer Länge von 600 Kilometern und im Durchschnitt 50 Kilometern Breite ist er der neuntgrößte See der Welt. Zum Vergleich ist dieser See neunmal größer als der Bodensee. An einigen Stellen ist er etwa 700m tief, und liegt mit seiner Oberfläche 472m über dem Wasserspiegel. Der Malawisee ist einer der Grabenseen, was bedeutet, dass er in Afrika im "Großen Graben" liegt.

 
 
 Durch die dortigen Wettereigenschaften und der Seegröße gleicht dieser See eher einem Meer. Bei dem stürmischen Wetter von Juni bis August können die Wellen auch schon einmal eine Höhe von vier Metern erreichen. Durch den Wind, der aus Südosten bläst, kann die Lufttemperatur auf 15°C fallen. Der Malawisee erreicht dann an seichten Stellen 20° Celsius. Das Oberflächenwasser in der Mitte des Sees fällt jedoch kaum unter 23° C.

 
 
 Der Malawisee ist einer der klarsten Süßwasserseen der Welt. In reinen Felsregionen kann die Sicht unter Wasser bis zu 20 Metern betragen. Der Temperaturunterschied zwischen den tieferen Wasserschichten und der Oberfläche ist recht gering. Unterhalb 200m mangelt es an gelöstem Sauerstoff.

 
  
 Vom Standpunkt der Fische aus betrachtet, besteht der Malawisee aus einer sauerstoffreichen, lebenserhaltenden Wasserschicht, die auf einem Kissen aus sauerstoffarmen Wasser ruht. Ähnlich verhält es sich bei den meisten tiefen tropischen Seen.
Die angrenzenden Staaten Sees sind Tansania, Mosambik und Malawi. Aus dem Malawisee sind bisher über 400 Arten beschrieben worden, die rund 50 verschiedenen Gattungen zugeordnet werden.

Die Wasserwerte des Malawisees: 
pH-Wert: 7,8 - 8,5
Gesamthärte: 4 - 6° dGH
Karbonathärte: 6 - 8° dKH
Leitfähigkeit bei 20°C: 210 - 285  Mikrosiemens/cm
Oberflächentemperatur: 24 - 29° Celsius
Tiefentemperatur: etwa 22° Celsius
Sichtweite: bis 20 m