Fischschimmel

Krankheitsbild:

Die befallenen Hautstellen zeigen einen wattebauschähnlichen Belag, der sich zunehmend bräunlich verfärbt.
Dies beruht auf der Ausbildung von Sporangien. Nimmt man die erkrankten Fische aus dem Wasser, so fällt der Belag zusammen. Es können Haut, Flossen, Kiemen, maul und Augen befallen werden.

Erreger:

Es handelt sich um Pilze der Gattungen Saprolegnia und Achlya, die zu der Ordnung Oomycetales gehören. Die Gesamtheit der einzelnen Pilzfäden (Hyphen) wird Mycel genannt.
Das Mycel der oben aufgeführten Pilze ist schlauchförmig und vielkernig. Es hat keine Querwände. Der ungeschlechtlichen Vermehrung dienen einkernige Zoosporen, die in keulenförmigen Sporenbehältern gebildet werden. Nach vorübergehendem Gestaltungswechsel setzen sich die Zoosporen auf einer Grundlage (Insektenleiche, geschädigter Fisch) fest und bilden einen neuen Pilzschlauch aus.
Durch die Schädigung verändert sich der ph-Wert der Schleimhaut und die Pilze finden nun optimale Lebensbedingungen vor.
Bei starkem Befall dringen sie bis in die Muskulatur ein und verursachen dort schwere Schäden.

Folgende Infektionsursachen:
1.) Mechanische Verletzung der Schleimhaut.
2.) Zu niedrige Wassertemperatur der betreffenden Fischart, dies ist der häufigste Befall der aquarienfrsche.
3.) Verätzungen der Schleimhaut durch Säuren, Laugen. Hier reicht schon schwächste Konzentration aus.
4.) Schädigung durch bakteriellen Flossen oder Kiemenfäule.
5.) Geschwüre die nach aussen aufbrechen und dann verpilzen.

Therapie:

Oft hilft schon eine Erhöhung der Wassertemperatur oder umsetzen in sauberes abgestandenes Wasser. Weiterhin haben schon Bäder mit Kaliumpermanganat (1g in 100Liter Wasser, 30 Minuten) und bepinseln der befallenen Stellen mit Rivanol bewährt.

Vorbeugung:

Zu Vorbeugung kann Malchitgrün verwendet werden, da es hemmend auf die Entwicklung von Saprolegenia und Achlya-Arten wirkt.
Es gibt einige Päparate im Fachhandel, die zwar nicht den Schimmel, aber die Bakterien bekämpfen