Costia-Krankheit

Costia wird von einem etwa 10-15 Mikrometer langen Geißeltierchen hervorgerufen. Costia necatrix hat eine ovale Gestalt und heftet sich an die oberste Schicht des Hautgewebes der Fische. Er pflanzt sich dort durch Längsteilung fort. Die Körperoberfläche und die Kiemen befallener Fische werden von einem grauen Belag überzogen. Die Tiere scheuern sich verstärkt und bekommen schließlich überall blutunterlaufene und wundgeriebene Stellen. Die Krankheit wird direkt übertragen und ist deswegen äußerst ansteckend. Betroffen sind vor allem junge und kleinere Fische in überfüllten Becken. Für sie führt der Befall mit Costia meist zum Tode.

Symptome:
Atemfrequenz erhöht, Bewegung mühsam, Geschwüre, Haut weiß-bläulich, Tiere scheuern sich

Therapie:
Die beste Methode ist es, die Wassertemperatur des Beckens auf 30-32 °C zu heben, da die Parasiten dann binnen weniger Tage absterben. Dies geht natürlich nur bei Tropenfischen. Eine Alternative ist, die befallenen Fische solange in einer 3 %igen Kochsalzlösung zu baden, bis sie Zeichen von Unbehagen zeigen oder Tripaflavin bzw. Acriflavin anzuwenden (1g/100 Liter für 2 Tage). Letztere beiden Mittel müssen jedoch in einem separaten Becken verabreicht werden, da sie für Pflanzen schädlich sind.