Um die Ursachen von starkem Algenwachstum zu bekämpfen sollten folgende Voraussetzungen gegeben sein
 
1.Pflanzengerechte Beleuchtung mit wenig Blauanteil
2.Bodengrund mit mind. 6-8 cm Höhe und Bodenheizung zur Durchflutung und Verbesserung des
   Pflanzenwuchses Biologische Filterung , kein Rieselfilter ( Sauerstofferhöhung) , Durch max. 70-100 %
   des Aquariuminhaltes je Stunde
3.Nicht zu grosse Wasserwechsel, optimal sind, je nach Schadstoffgehalt, 15 -25% alle 14 Tage
4.Klares Wasser durch geeignete Feinfiltermaterialien Sehr gut geeignet ist Hochwertiges Zeolith
5.Schnell wachsende Pflanzen
6.Geignete Aquariendünger regelmässig nachdüngen
7.CO2-Zugabe
8.Karbonathärte unter 5°
9.Sauerstoffgehalt maximal 5-7 mg/l
10.Nur geeignetes Futter benutzen und lieber häufig aber kleine Mengen, damit keine Futterreste liegen
     bleiben

Blaualgen

Das sind meist unsere ersten Besucher nach der Neueinrichtung des Aquariums.. Sie bilden sich aufgrund schlechter Wasserqualität weil der Filter noch nicht richtig läuft und die Nitrit- und Nitratwerte zu hoch sind. Zudem wachsen diese Algen, im Gegensatz zu allen anderen Pflanzen und Algen, noch bis zu Nitratwerten von 200 mg/l. Grünalgen wachsen nur bis max. 30 mg/l. Blaualgen sind ein Alarmsignal ! Treten sie auf muss sofort Wasser gewechselt werden und die Nitrit- und Nitratwerte regelmässig kontrolliert werden ! Blaualgen sitzen sehr locker und lassen sich leicht mechanisch entfernen.

Pelzalgen (Grünalgen)

Grünalgen entwickeln sich meist infolge eines zu hohen Nährstoffangebotes und bei zu viel Licht. Bei angemessener Düngerdosierung und niedrigen Nitratwerten, sollte die Beleuchtungsdauer unter 11 Std. liegen. Grünalgen sind den hochentwickelten Kulturpflanzen am ähnlichsten und gedeihen in gleicher Umgebung. daher wird man mit ihnen immer rechnen müssen. Bei gutem Pflanzenwuchsa und nicht zu langer Beleuchtung sollten sie allerdings nicht zur Plage werden. Algenbekämpfungsmittel gegen Grünalgen schädigen auch die Pflanzen.

Fadenalgen ( Grünalgen)

Sie bilden feine , weiche Fäden, die sehr lang werden können. Die Entwicklung entspricht den Pelzalgen. Entfernen kann man sie mit den Fingern und mit Stöckchen mit denen man sie aufwickeln kann.

Bartalgen = Rotalgen

Bartalgen sind den Grünalgen sehr ähnlich. Sie sind aber grösser und dicker. Kein Fisch frisst sie und sie sind sehr schwer mechanisch zu entfernen. Hier kann man nur die befallenen Blätter abknicksen. Sie wachsen sehr gern in der Filterströmung . Sie bekommt man nur in den griff bei sehr guter Wasserpflege und regelmässigem , nicht zu grossem Wasserwechsel.

Pinselalgen ( Rotalgen)

Der Staatsfeind Nummer Eins ! Sie treten sehr häufig auf und gehören zu den schlimmsten Algen im Aquarium. Ihr Auftreten wird durch zu hohen Nährstoffgehalt und CO2-Mangel begünstigt.Mechanisch sind sie kaum zu entfernen und nur durch rigoroses Blätterentfernen zu beseitigen. An Dekorationsteilen und Wurzeln lassen sie sich entfernen, in dem man die befallenen teile in einen Eimer mit 6%-iger Wasserstoffperoxidlösung legt und ein- zwei Tage einwirken lässt. Danach kann man die teile noch auskochen und man kann die Algen ganz leicht abrubbeln.

Kieselalgen

Kieselalgen werden wegen ihrer meist braunen Färbung oft fälschlicher Weise als Braunalgen bezeichnet. Sie wachsen oft auf Blättern und lassen sich teilweise mit den Händen abwischen. Sie gedeihen bei schlechter Wasserqualität und zu wenig Beleuchtung. An den Scheiben bilden sie einen bräunlichen Belag der mit einer dünnen Kalkschicht überzogen ist. Sie können mit Rasierklingen leicht entfernt werden. Treten sie auf sollte die beleuchtung verstärkt, und die Wasserwerte auf Nitrit und Nitrat geprüft werden.